Sex sells: Porno-Seiten verbreiten neue Version des SMS-Trojaners für Android-Smartphones

Moskau/Ingolstadt, 10. September 2010 - Kaspersky Lab hat die zweite Version eines SMS-Trojaners entdeckt, der Android-Smartphones attackiert. Bei der Verbreitung des Schadprogramms setzen die Cyberkriminelle auf klassische Suchmaschinenoptimierung. Der Trojaner wird über russische Webseiten verbreitet, die bei der Internetsuche nach *****grafischen Videos an den ersten Stellen gelistet sind.

 

Interessanterweise werden Android-Nutzer dieser Seiten direkt dazu aufgefordert, sich den neuen Trojaner herunter zu laden, während andere Besucher den eigentlichen Inhalt erhalten.

 

Wie sein Vorgänger tarnt sich die neue Version des SMS-Trojaners, Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.b, als Media-Player. Ein Smartphone kann nur infiziert werden, wenn der Anwender die schädliche Anwendung manuell installiert. Nutzer von Android-Smartphones werden dabei gebeten, das Programm pornplayer.apk herunter zu laden, um das gewünschte Video sehen zu können. Die Installationsdatei ist nur 16,4 kB groß. Während der Installation sucht der Trojaner nach Inhalten des Smartphone-Besitzers, um SMS-Nachrichten zu versenden - eine Funktion, die in einem Media-Player normalerweise nicht gebraucht wird.

 

Sobald der Benutzer die falsche Anwendung startet, versendet Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.b SMS-Nachrichten an gebührenpflichtige Nummern, ohne dass der Anwender etwas davon merkt. Die Nachrichten kosten sechs US-Dollar, die in kleinen Raten vom Konto des Benutzers and die Cyberkriminellen überwiesen werden.

 

„Android-Anwender sollten genau darauf achten, welche Funktionen eine Anwendung nutzt", so Denis Maslennikow, Mobile Research Group Manager bei Kaspersky Lab. „Wenn eine neue Applikation erst einmal die Erlaubnis hat, auf jeden Dienst zugreifen zu können, besteht die Gefahr, dass schädliche oder unerwünschte Programme selbstständig agieren - und zum Beispiel ohne Einverständnis des Besitzers kostenpflichtige SMS-Nachrichten versendet werden."

 

Der Code von Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.b ist ähnlich zu dem von Trojan-SMS.AndroidOS.FakePlayer.a, den Kaspersky Lab vor einem Monat entdeckte. Dies deutet darauf hin, dass die beiden Schadprogramme von ein und derselben Person beziehungsweise Gruppe stammen.


Laut aktuellen IDC-Zahlen verzeichnen Anbieter von Android-Smartphones die besten Wachstumsraten im weltweiten Smartphone-Markt. Kaspersky Lab geht daher davon aus, dass weitere Schadprogramme in naher Zukunft auftauchen werden, die es auf Android-Handys abgesehen haben.

 

Quelle: Kaspersky Labs GmbH

Tags:
Android, kaspersky, trojaner
Datum:
Freitag, 10. September 2010, 10:19 Uhr

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